Antragsteller*in: | Peter Gregor (KV Teltow-Fläming) |
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W-32-GRE: Peter Gregor
Bewerbungstext
Liebe Freundinnen und Freunde,
ich lebe seit nun 9 Jahren in Brandenburg und der Anteil der AfD-Wähler in meinem kleinen 200 Einwohner-Dorf betrug zur Europawahl 33 %, zur Landtagswahl 52 % und nun zur Bundestagswahl fast 55 %. Als ich hierher kam, sah das noch ganz anders aus. Hier im Dorf bin ich einer von 2 Grünen, der am Tag des jährlichen Dorffestes und auch zwischendurch sein Haus direkt vor dem Festplatz mit Regenbogenfahnen und ähnlichem schmückt. "Ich bin nicht von hier, ich gehöre nicht hierher, ich vermiete Wohnraum in meinem Haus an ein verheiratetes Frauenpaar, welches jetzt auch noch ein KInd bekommen hat - aus einer Samenbank...und ich bin ein GRÜNER !!! " ...all dies habe ich hier schon oft gehört, hier bin ich verhasst!
Die Schwerpunkt meiner politischen Arbeit sehe ich seit Jahren in der Stärkung der Demokratie sowie im Kampf gegen Populismus und für soziale Gerechtigkeit.
Wir Bündnisgrüne stehen in der Verantwortung, müssen weiter Antworten liefern und tun dies auch, auch wenn es hier alles andere als einfach ist. Wir müssen uns alle nach wie vor aktiv gegen Ausgrenzung und Herabwürdigung von Minderheiten, egal ob MigrantInnen, Transgender oder Menschen mit Behinderungen, engagieren. Extremismus, egal welcher Art, hat in unserer Gesellschaft nichts zu suchen. Die Sorgen und Ängste, die der Zuzug von Menschen aus unterschiedlichen Kulturkreisen mit sich bringt, nehme ich sehr ernst. Durch bessere Informations- und Inklusionsmaßnahmen müssen wir die Bürger stärker als bis jetzt mit einbeziehen und für mehr Verständnis für die gegenseitige Situation werben. Wir sind nach wie vor ein Einwanderungsland, stetiger Zuzug ist wichtig für die Zukunft unseres Landes, dies müssen wir vermitteln.
Wir werden hier in Brandenburg immer mehr GRÜNE und das ist gut so. Allerdings müssen wir es jetzt auch schaffen die vielen teilweise hoch motivierten Neumitglieder zu vernetzen und dies gerade eben im ländlichen und sehr ländlichen Raum. Wir brauchen mehr neue Ortsvereine, wir müssen Präsenz zeigen, wir müssen als Ansprechpartner da sein und wir müssen zukünftig wieder im Landtag vertreten sein, es braucht hier wieder eine starke Stimme für Vielfalt, Klimaschutz und gegen Populismus. Ich vermute auch hier vorgezogene Neuwahlen, lange wird die Koalition Woidke mit seinen (Wagen)-Knechten nicht halten - es gibt viel zu tun, lasst uns alle zusammen daran arbeiten.
Hiermit bewerbe ich mich für einen offenen Platz als Basismitglied im Landesparteirat und würde den neuen Landesvorstand gerne mit meiner gesammelten Lebenserfahrung bei seiner Arbeit unterstützen und bitte euch hiermit um einen Vertrauens-Vorschuss und eure Stimme.
Herzlichen Dank
Peter
Weitere Angaben zur Person
Ich war nie für die Stasi tätig. In meiner Jugend war ich 2 Jahre lang Juso, aber da lebte Brandt noch, das war eine andere Zeit.
Geboren 1966 in Erlangen als Sohn einer Alleinerziehenden, Arbeiterkind, Werkzeugmacher, Produktgestalter, Fotograf, Galerist, kein Abitur, kein Studium! Vater einer fast erwachsenen Tochter. Erste Demo mit 13 gegen die KWU (Kraftwerks-Union, ehemalige Siemens Tochter) nach AKW-Gau Harrisburg, aktiv in Wackersdorf in der Ära FJ Strauß, Antifaschist seit dem feigen Nazi-Doppelmord Levin/Poeschke in Erlangen 1980, mit der grünen DNA seit Mitte der 80er verbandelt, gute 40 Jahre später dann endlich bei den Grünen in die Partei eingetreten.